Fischerei

Die Weitläufigkeit des Bodensee, welche sich über drei Länder erstreckt, lässt vermuten, dass die Fischerei einen wesentlichen wirtschaftlichen Aspekt darstellt. Das ist allerdings nicht der Fall. Im Kreis rund um den Bodensee gibt es insgesamt an die 150 Berufsfischer. Wovon ungefähr 100 Fischer im Baden-Württembergischen liegen und lediglich 16 in Vorarlberg, die restlichen Fischereibetriebe verteilen sich auf die gesamte Bodenseeregion.

Der Ertrag, den die Fischereibetriebe insgesamt erzielen liegen bei ca. 3 Millionen Euro im Jahr. Dabei zählen zu den Fischarten, die den größten Anteil am Fang ausmachen, im Wesentlichen die Blaufelchen. Sie stellen mit 57 % der gefangenen Fische den größten Anteil des Fischertrages dar. Gefolgt sind die Blaufelchen und Felchen anderer Gattungen, von den beiden Flussbarscharten, Egli und Kretzer, welche insgesamt 19 % des Fischfangs ausmachen. Dabei ist es abhängig der Region, welcher der beiden Barscharten gefangen wird, da sie in verschiedenen Gebieten des Sees vorkommen.

Weitere Fischarten die Bestandteile des Fanges der Bodenseefischer sind, sind der Aal, der Hecht, der Seesaibling, diverse Weißfische und die Seeforelle. Diese Fischarten machen allerdings lediglich einen kleinen Umfang, im Fischereiwesen aus. Seit 1893 ist die Fischerei im gesamten Bodenseebereich einheitlich geregelt. Das bedeutet, dass gesetzlich festgehalten ist, wie viel gefischt werden darf, die Anzahl der Netze und deren Beschaffenheit ist fest gelegt und die zugelassenen Fanggeräte.

Eine internationale Bevollmächtigtenkonferenz trägt Sorge darüber, dass die Bestimmungen fortgeführt und eingehalten werden. Schließlich dienen diese Regelungen dem Erhalt einer gesunden Umwelt und dem weiteren Bestand der Fische, an der besonders die Bevölkerung um den Bodenseeraum sehr viel gelegen ist.