Namensgeschichte

Die Historie, bis der Bodensee seinen heutigen Namen erhielt, reicht weit zurück. Wobei ausschlaggebend für seinen ursprünglichen Namen, seine Lage und seine ökologische Struktur entscheidend waren. Um zu verstehen, woraus der ursprüngliche Name, des heutigen Bodensees resultiert, muss man wissen, dass der Bodensee eigentlich ein See ist, der aus zwei Seen, die durch eine Flussmündung verbunden sind, besteht.

Erstmalige Erwähnung fand der Bodensee durch Pomponius Mela, welcher ungefähr 43 v. Chr. ein aus Rom stammender Geograf war. Er nannte den Bodensee Lacus Acronius, was soviel wie Untersee ins Deutsche übersetzt bedeutet und Lacus Venetus, zu Deutsch Obersee. Diese zwei Namen entstanden, weil man den See durch die Verbindung durch einen Fluss, wobei es sich um den Rhein handelt, als zwei eigenständige Seen betrachtete.

Der römische Gelehrte Gaius Plinius Secundus Maior nannte den See, Lacus Brigantia. Dieser Name leitet sich von der Stadt Bregenz ab. Bregenz war zu damaliger Zeit die Stadt, die als Hauptort zählte. Ihr damaliger Name lautete, Brigantium. Der Ort Bodman fand im Mittelalter größte Bedeutung. Dieser Ort galt als Münzstätte, fränkische Königspfalz und alemannischer Herzogssitz.

Da dieser Ort am Überlinger-Seeabschnitt des Bodensees lag, nannte man ihn seit ungefähr 833 n. Chr. Lacus Potmanicus. Grund war, die Ortslage einfacher bestimmen zu können. Im Laufe der Zeit entwickelte sich im deutschen Sprachraum daraus der Name Bodamer See. Später wandelte sich der Name Bodamer See, in den heutigen Namen Bodensee um. Fälschlicherweise wird der Bodensee ebenfalls als das Schwäbische Meer bezeichnet. Fälschlicherweise deshalb, weil der Bodensee nicht in Schwaben liegt.